2. Advent

Und schon ist er da der zweite Advent.

2-adventIch werde alt. Das fällt mir nicht jetzt gerade auf. Sondern schon seid einiger Zeit fällt mir die Tatsache auf das die Welt um mich herum immer schneller wird und ich scheinbar ein veraltetes Denken habe.

Wenn ich überlege was es als ich klein war für “Handies” gab. Liebevoll Ziegelstein genannt sah es mehr wie ein erste Hilfe Kasten aus als ein tragbares Telefon.

070702-handy-02-354x296-piZu allem übel hatten es noch nicht mal alle. Ich glaube ich habe damit als Kind niemanden rumlaufen sehen. Heute wäre das undenkbar. Gerade heute sah ich wieder einen kleinen Jungen der vielleicht 5 oder 6 war der mit einem Sony Walkmanhandy rumlief. Zum einen Telefonierte und Bilder schoss. Ich bin 10 Jahre älter und habe nicht mal so ein Handy.

Und als ich den kleinen beim Vorbeigehen sah dachte ich mir ebenfalls das er Dinge gar nicht mitbekommen hat die meine Kindheit nicht stark aber etwas beeinflusst haben.

Die Währungsumstellung zum Euro. Die Gute alte Zeit wo die Währung nicht aussah wie Spielgeld und sich anhörte als wäre sie die Seele des Landes. Die Deutsche Mark und der Pfennig. Diese Worte sind jetzt nur noch in der Sprache der “älteren Generationen” verankert. Wenn man zum Beispiel die “coole” Währung Euro in DMark umrechnet. Auch den Jahrhundertwechsel haben viele Kinder garnicht mitbekommen oder miterlebt.

Es interessiert die Meisten auch höchstwahrscheinlich nicht das vor mittlerweile 8 Jahren ein Jahrhundert vergangen ist.

Aber dieses Leben war auch unbeschwerter. Zwar verging damals die Zeit ewig langsam, nämlich von Ferien zu Ferien, aber im Nachhinein merkt man wie schnell diese Zeit doch vergangen ist.

Wenn ich mir anschaue wann Spiele ,die nach meinen Zeitgefühl gestern rausgekommen sind, wirklich rausgekommen sind dann wird mir bewusst wie schnell die Zeit doch vergeht. 2004 hmm ist ja doch noch nicht so lange her. Moment das sind ja schon 4/5 Jahre.

Aber nicht nur mein Zeitgefühl sondern auch meine Wertvorstellungen scheinen doch veraltet zu sein. Von Ehre oder vornehmen Benehemen hören sie nur aus Filmen. Von Büchern erst recht nicht. In meinem Freundeskreis gibt es meiner meinung nach 2 oder 3 Leute die lesen würden wenn sie ein Buch bekommen. Der Rest nicht. Woher soll man also die Ideen für einen gelungenen Abend oder eine ordentliche Begrüßung nehmen als von irgendwelchen schlechten Filmen, dem Fernsehprogramm oder den Eltern.

Was mich, um wieder zu den Handys zu kommen, am meisten stört bei den Handys sind nicht etwa die extrem lauten und schrillen Klingeltöne sondern die Musik, die meist lautstark von der Hintersten Reihe des Buses gespielt wird, zu hören. Schön laut damit die kleinen Boxen auch bis zum blecherndern Tod ausgereizt werden und jeder die Musik hören kann mit der man sich identifiziert.

Und diese Musik ist meist das neuste von Neusten. Bach, Mozart oder Beethoven kennt man zwar aber man würde sich doch nie diese Musik freiwillig anhören. Es sein denn sie kommt in Filmen vor und passt. Da darf sie aber auch nicht zu laut sein sonst würde sie mir vielleicht gefallen und ich würde mich mit dem Ursprung der Musik beschäftigen.

Dabei sind Instrumente wie die Violine oder das Klavier auch in der neuen Popmusik verbreitet. Aber ein Gehör für die Instrumente die da in diesem Lied gespielt wird wurde wohl von der neuartigen Musik weichgespült.

Ich bin, um mich selbst nicht aus dieser Diskussion rauszuhalten, ein Visionist. Heutzutage ist kaum ein Lied erhaben und ich möchte sagen Mächtig. Es nimmt, um es elektronisch auszudrücken, nicht alle Boxen des 5.1 Systems ein. Es füllt sie nicht aus. Maximal den Bass befriedigt das Schlagzeug oder das von der Beatbox kommende Geräusch.

Ich als Visionist sehe das Lied als Instrument um Gefühle in den Menschen hervorzurufen. Das heißt nicht das ich Musik mache. Ich benutze sie nur in meinen Filmen zusammen mit den Bildern um den erwünschten Effekt denn ich haben möchte zu erzielen.

Einfach ein paar coole Szenen aus irgendeinem Film zu benutzen und seine Lieblingsmusik draufzuklatschen ist dermaßen blutig für meine Augen das ich mir diese sogenannten amv nicht reinziehen kann ohne gleich darauf meine Fußnägel wieder zurückzudrehen.

Aber ich schweife ab vom Thema. Ich werde alt. Zum alt werden gehört auch das man akzeptiert das man schon mit seinen fast 18 Jahren mittlerweile schon mit einem Bein im Altersheim ist und nicht jeden noch so dummen Trend mitmacht. Man wird einfach weitblickender und sieht welche Konsequenzen sein tun und handeln hat.

Hier könnte man wahrscheinlich sehr viele Zitate von irgendwelchen berühmten Persönlichkeiten einbringen aber mir fallen keine guten ein und damit entlasse ich euch von diesem Sonntag in die neue Arbeitswoche.

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